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Vorstellung
Als neues Mitglied des Cipro Teams möchte ich mich gerne erst mal vorstellen. Mein Name ist Marco Kamischke und ich bin am Niederrhein zu Hause. Hier befische ich einige Bagger- und Naturseen.

Schon vor meinem dritten Lebensjahr nahm mich mein Vater öfter mit zum Angeln. Mit ca. drei Jahren und etwa zwei Monaten bekam ich meine erste eigene Rute mit Rolle, Schnur und Kleinkram zu Weihnachten geschenkt. Anfangs war ich der "Mann" für die Köderfische, doch ich wollte schon immer die Größeren. Mein erstes Erlebnis mit einem großen Fisch war mit einem Karpfen, den ein Freund meines Vaters auf ein halbes Brötchen fing. Damals wurde der Fang noch live zu Hause Vorgestellt. Natürlich hat mich dieser Fisch seit diesem Tag fasziniert, doch es sollte noch lange dauern bis ich meinen ersten Karpfen fange. Ehrlich gesagt hatte ich auch noch kein großes Interesse an diesem Fisch, denn mein Interesse galt Ewigkeiten den Forellen. Mit ca. 5 Jahren fing ich meine erste Bachforelle an einem Bachlauf in Brandenburg. Diese war gleich über 40cm und auch die größte des Tages.

Im Alter von 7 bis 10 Jahren verbrachte ich dann fast jedes Wochenende am Forellensee oder angelte am Flüsschen, welches sich bei mir in der Nähe befand. In der Zeit hat mich mein Vater oft zum Nachtangeln begleitet und so konnte ich am Flüsschen nachts den Aalen nachstellen und am Forellensee die Waller ärgern. Die zahlreichen Besuche an der Forellenanlage habe ich zu dieser Zeit mit meinen Fängen selber finanziert. Irgendwann waren dann alle Tiefkühltruhen überfüllt und mir verging auch die Lust an dieser Sorte von Gewässer zu angeln. Ich wollte an dem damals naheliegendem Torfstich auf große Raubfische angeln. Hecht und Zander sollten die Leittragenden werden.

Mit zehn Jahren verbrachte ich dann beinahe die ganzen Herbstferien tagsüber an diesem See gemeinsam mit meinem Vater. Ich denke das war für mich persönlich beinahe die Erfolgreichste Zeit, die ich je am Wasser verbracht habe. Dort habe ich viel gelernt, z.B. das Drillen Größerer Fische, andere Montagen und auch über Gewässereigenschaften und Eigenheiten. Ich fing vormittags Hechte mit derselben Montage, wie nachmittags die Zander, nur an einer anderen Stelle. Das war für mich schon sehr seltsam. Es hat sich einfach als erfolgreicher heraus gestellt gegen Mittag den Platz zu wechseln und ich fing tatsächlich an der Vormittagsstelle nur Hechte und an der Nachmittagsstelle nur Zander. Der größte Fisch dieses Herbstes war ein Zander von 89cm. Bis heute ist dies mein größter Zander.

Nach diesem Herbst angelte ich nur noch selten, denn mein Vater konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr mit. Ich ging noch mal hier mal da angeln, aber ich hatte auch kaum Erfolg, außer vielleicht bei einem der zu der Zeit seltenen Forellenteich besuchen. Als Mein Vater dann im Sommer 2002 starb, verlor ich für ca. ein Jahr fast gänzlich die Lust am angeln. Doch die Lust kam wieder und ich ging ab und zu mal mit einem Freund angeln. Der Freund melde sich in einem Angelverein an, in dem er dann andere Jugendliche kennen lernte, die auf Karpfen angelten. Irgendwann fing er dann auch mal einen. Der Karpfen hatte über 10kg und er hat ihn wieder zurück gesetzt. Das begeisterte mich schon, doch es dauerte ein weiteres Jahr, bis mich ein junger, erwachsener Nachbar mit nahm und mir zeigen wollte wie man auf Karpfen angelt. So kam ich mit 14 Jahren zum Karpfenangeln. Heute bin ich mit meinem damaligen Nachbar sehr gut befreundet und wir gehen auch heute noch ab und zu mal zusammen fischen. Dieses Jahr waren wir sogar gemeinsam in für eine Woche in Frankreich.

Voll im Angelfieber zurück begann ich mit 14 Jahren meinen Bundesfischereischein zu machen. Mit 15 hatte ich diesen dann und meldete mich sofort in einem Angelverein an. Dies ist auch heute noch ein schöner gut besetzter Baggersee. Dort fing ich einige Karpfen und sammelte viel Erfahrung. Von vielen Fischen, die ich dort gefangen habe gibt es leider kein Foto oder dieses befindet sich auf irgendeinem Handy eines Bekannten aus dieser Zeit. Nichts desto trotz hat mir die Angelei dort sehr viel gebracht.

In den folgenden Jahren versuchte ich so viel Zeit wie möglich am Wasser zu verbringen und fing einige sehr schöne Fische. Ich konnte Erfolge bis 33 Pfund verbuchen, bis ich zum Ende des Sommers 2007 endlich mobil wurde. Nein, kein Auto, einfach nur einen Anhänger für meinen roten "Blitz". Seit diesem Tag fahre ich mit ca. 25 Km/h bei voll beladenem Hänger der Freiheit entgegen.

Jetzt hatte ich die Möglichkeit regelmäßig zu füttern und zum Angeln zu kommen. Ich steckte dann viel Zeit und Arbeit in einen Baggersee, der mich sehr fasziniert(e). Definitiv unter Zehn Karpfen teilen sich dort mit einigen Grasern den See. Schon einige Nächte hatte ich an diesem See auf dem Buckel als ich zwei sehr nette Karpfenangler kennen lernte. Wir waren uns auch sofort sympathisch und wir tauschten unsere Handynummern aus. Im Falle, dass ich was fange könnte ich mich melden und einer von ihnen würde dann Fotos machen kommen. Sie haben nicht so schnell damit gerechnet, doch gegen vier Uhr Nachts erreichte Felix eine SMS, die er heute noch auf seinem alten Handy gespeichert hat. Ich konnte nur schreiben, dass der Fisch auf jeden über 20kg hat, aber meine Waage nur bis 22kg ging. Als Felix am Morgen zum wiegen und Foto machen kam passte Christian auf deren Ruten auf. Wir beide konnten es kaum glauben, doch die Waage zeigte auch nach mehreren Wiegevorgängen 24.2kg an. Ich hatte verdammt noch mal einen Schuppi mit über 48 Pfund gefangen und ich war noch nicht mal ganz 17 Jahre alt, zudem habe ich am selben Wochenende zwei so super Typen kennen gelernt. Der pure Wahnsinn!

Ein weiteres großes Ereignis neben einigen schönen Fängen kam im August 2008 auf mich zu. Durch eine ganz normale Produktfrage an Leon Derksen begann ein guter Kontakt mit ihm. Wir schrieben einige E-Mails bis er mich fragte, ob ich nicht Lust hätte mit den Produkten seiner Firma zu fischen. Das ich Niederländisch spreche ist sicher auch ein großer Vorteil für beide Seiten. In einer gemeinsamen Session an einem Gewässer bei mir in der Nähe konnten wir uns auch schon besser kennen lernen und bin mir sicher, dass wir noch lange gut zusammen arbeiten werden. Übrigens fingen wir 13 Fische an diesem Wochenende, darunter einige hohe 20er.

Vor kurzem erst habe ich mir eine digitale Spiegelreflexkamera zugelegt und übe fleißig um bessere Bilder zu schießen. Fotografieren ist auf jeden Fall ein weiteres Hobby für mich, welches man natürlich auch gut mit dem Angeln verbinden kann.

Vergangenes ist geschehen und jetzt gilt es in die Zukunft zu schauen. Ich wünsche euch allen, dass ihr viele spaßige und erfolgreiche Stunden am Wasser erleben werdet. Vielleicht sieht man sich ja mal.

Fangt was,
Marco Kamischke
Cipro © 2005