Home
Vorstellung
Boilies
Pop-ups
Pellets
Mix
Special Baits
Flavours
Übrige Additive
Ätherische Öle
PVA
Bekleidung
Berichte
   Rouven Meierjohann
   Marco Kamischke
   Huub van der Lee
   Stefan Meters
   Léon Derksen
   Team Österreich
Händlerliste
Mailingliste

Kontakt

Nederlands  Deutsch 
Vorstellung
Servus alle miteinander!
Ich freue mich, nun auch in dieser sympathischen, anglerisch top besetzten Runde mitwirken zu dürfen! Mein Name ist Rouven Meierjohann, ich komme aus dem schönen Lipperland im sonnigen Westfalen, genauer gesagt aus Lemgo und bin 23 Jahre jung. Ich fische nun etwa 9 Jahre gezielt auf Karpfen und zu meinen "Jagdrevieren" zählen die heimischen Baggerseen und Kieslöcher, sowie kleine holländische Kanäle, große französische Flüsse und Stauseen. Insbesondere die Ader Frankreichs, die Seine, hat es mir angetan.

Begonnen zu angeln, habe ich wie die Meisten schon im frühen Kindesalter. Dennoch hatte ich leider keinen angelnden Opa oder Vater, der mich in die Grundkenntnisse hätte einweisen können, ich musste mir sozusagen alles allein beibringen. Getrieben von der Faszination der Natur und des Jagdtriebs erbeutete ich in einem Dänemarkurlaub meinen ersten, mit der Rute gefangenen Flossenträger. Es war ein Seeskorpion, den ich mit einer gekochten Krabbe im Hafenbecken eines Bornholmer Städtchens vom Grund zehrte und voller Stolz meinen Eltern präsentierte. Die Rute hatte ich drei Tage zuvor zum Osterfest bekommen und die Krabbe meinem Vater vom Fischbrötchen stibitzt. Von diesem Zeitpunkt an war es um mich geschehen. Die folgenden Grundschuljahre verbrachte ich anglerisch an einem nahe gelegenen Fluss, wo mein bester Kumpel und ich den Forellen, Barschen und Döbeln nachstellten. Jeden Tag nach der Schule musste ich natürlich zunächst etwas widerwillig meine Hausaufgaben erledigen, aber anschließend schnappte ich mir meine Peitsche, die Wurmdose und schlich mit meinem Kollegen über das Feld in Richtung Flussufer. Wir durften noch nicht allein fischen gehen, da wir keine Begleitung mit einem gültigen Angelschein hatten und dem Verein gehörten wir nun mal auch nicht an. Aus der Ufervegetation herauslugend, verfolgten unsere gespannten Augen die kleinen Posen, die leise in die Flusskurven trieben. Oftmals blieben sie plötzlich stehen und wurden sodann abrupt in die Tiefe gerissen. Unsere Herzen überschlugen sich beinahe, während wir die kampfstarken Bachforellen oder Barsche in unsere Richtung drillten. Es war wirklich eine sehr schöne Zeit, die ich um nichts in der Welt missen möchte.

Den ersten Kontakt zu der damals etwas langweilig wirkenden Spezies ‚Karpfen' machte ich an einem kleinen Teich, der vorwiegend von älteren Menschen zur Entenfütterung besucht wurde. Es waren Herbstferien und ich war gerade von der Grundschule auf das Gymnasium gewechselt und hatte mich mit einem neuen Klassenkameraden, der auch angelte zum Würmerbaden verabredet. Allerdings wollten wir an diesem Tag nicht mit Würmern, sondern mit Teig angeln, den er vorbereitet und in einer Klarsichtfolie eingewickelt, mitbrachte. Er hatte bereits zuvor einige Karpfen gefangen und wollte mir diese Angelei zeigen. Die Paste roch wohlig nach Kuchenaroma und er verriet mir das Rezept. Ich war nicht sonderlich begeistert, dennoch packte mich das Jagdfieber sofort, als ich einige dunkelblaue Schatten zwischen den Enten erspähte. Schon nach kurzer Zeit erfolgte ein Anbiss und der Kampf begann. Es war wirklich nervenaufreibend und ich bemerkte die zahlreichen Rentner, die uns entdeckt und nun den Drill lautstark kommentierten, gar nicht mehr. Schließlich stand der Sieger fest und ich konnte meinen ersten gefangenen Karpfen in den Händen halten. Trotz dieses tollen Erlebnisses faszinierten mich Raubfische, insbesondere der Hecht einfach mehr und mit der bestandenen Fischereiprüfung machten diese auch regelmäßig Bekanntschaft mit meinem Kescher.

Eines Sommertages fuhr ich, wie so oft in diesen Ferien mit meinem Fahrrad und der Spinnrute bewaffnet, an die Ufer eines Baggersees meines Angelvereins, dem ich kurze Zeit zuvor beigetreten war. Ich sah ein grünes Zelt zwischen den Bäumen stehen und wusste, dass es sich wohl um einen Karpfenangler handeln musste. Aus Neugier erkundigte ich mich nach seinen Fängen und er deutete nur auf einen schwarzen Sack im Wasser liegend. In diesem Moment kam auch schon ein Kumpel von ihm um die Ecke und sie schossen ein paar Bilder von dem, in meinen Augen absolut kapitalen Fang. Es war ein Spiegel, so um die 13 Kilogramm schwer. Ich weiß nicht warum, aber der Anblick dieses Koloss entfachte in mir eine Art Motivationsschub, auch einmal einen derartig riesigen Fisch zu fangen. Außerdem erschien mir der Karpfen gar nicht mehr so hässlich, wie ich es früher immer empfunden hatte. Ich fuhr an diesem Tag nach Hause und begrüßte meine Mutter mit den Worten: "Mama, ich werde jetzt Karpfenangler!"

Während ich mir mein erstes Tackle mühsam zusammen sparte, bot mir ein Kegelbruder meines Opas an, doch mal an seinem gepachteten Teich den lästig groß gewordenen Karpfenbestand etwas zu dezimieren. Natürlich nahm ich dieses Angebot dankend an, zumal ich somit viele Fische fangen konnte, um mich danach an größere Gewässer heranzuwagen, vor denen ich noch etwas Respekt hatte. Jedoch setzte ich die Schuppis zwischen 4 und 6 Kilo stets wieder zurück, so wie ich es in den Blinker- und Karpfenszeneberichten bzw. im Buch "Abenteuer Karpfenangeln" von Kay Synwoldt, welches mir meine Eltern zu Weihnachten schenkten, gelesen hatte. Ich verstand die Ideologie des ‚Catch and Release' und erfreute mich daran, der Natur ihre Schönheit zu belassen. Jedes Wochenende nervte ich meine Mutter solange, bis sie mich mit meinem ganzen Gerümpel und meinem hart ersparten kleinen Bivvy zu dem ca. 1 Ha großen See fuhr. Mit etlichen Fischen auf der Habenseite traute ich mich dann auch an einen der Baggerseen meines Vereins heran und machte dort viele Erfahrungen. Ich begann meine Boilies selbst zu rollen, mit Rezepten die ich von älteren Anglern erhielt oder in Zeitschriften las. Die ersten Male der eigenen Köderherstellung in Mutterns' Küche waren einfach göttlich! Ich rollte einen Forelli- Mix mit einem Monster Crab Flavour ab und als meine Eltern von ihrem Sonntagsausflug nach Hause kamen, stieg ihnen der herrlich bekömmliche Geruch bereits beim Öffnen der Autotür in die Nase. Was folgte war lediglich ein lautes "ROUVEEEEN, was ist das hier schon wieder?!"

Den ersten Zwanziger, den ich mir sprichwörtlich erarbeitete, fing ich schließlich auf eine meiner selbst gedrehten Murmeln. Es war ein unbeschreibliches Erlebnis, von dem ich lange geträumt hatte. Wenn ich jetzt so zurück denke, war der Fang dieses Fisches viel einschlägiger als der meines ersten Dreißigers und Vierzigers.

Von Jahr zu Jahr stiegen die Erfahrungen, Fänge und somit natürlich auch die Ansprüche. Dennoch versuchte ich immer auf dem Teppich zu bleiben und meine nicht angelnden Freunde nicht zu vernachlässigen, was mir auch mehr oder weniger gelang. Mit dem Erwerb des Führerscheins rückte auch das Ausland ins Interesse. Nach einigen Hollandtrips folgte der erste Frankreichtrip und wohin? Natürlich zum Mekka der Karpfen angelnden Gemeinde, dem Cassien. Mein Kumpel und ich knackten sogar die 20 Kilo Marke und lernten zudem noch einige top Typen kennen, die uns in Frankreich ganz neue Perspektiven eröffneten (Hier einen dicken Gruß an Mathieu, Manu und Yann!!) Es gibt also noch wahre Freunde, wo sonst lässt sich dies besser herausfinden, als beim Angeln?!

Es ist noch gar nicht so lange her, als ich dann einige Produkte, der mir als eine der "Oldschool Firmen" bekannten Marke ‚Cipro' erhielt. Ich war von der Qualität und Fängigkeit der Köder voll und ganz überzeugt und so entstand ein guter Kontakt mit Leon. Die Chemie stimmte einfach und somit freue ich mich nun auf eine gute Zeit und Zusammenarbeit mit Leon, Stefan, Marco und den anderen Jungs des Teams und hoffe auf viele zukünftige gemeinsame Stunden am Wasser und drum herum!

Euch allen eine erfolgreiche Jagd! Cheers, Rouven


Cipro © 2005